Das Blaue vom Himmel
Spielfilm, 16 mm, Farbe, 19 min (1992)
Ein altmodischer Film ohne Dialoge über ein altmodisches Land, das jetzt modern werden soll.
Westdeutschen kommt der Osten oft grau und deprimierend vor. Nur dort und nicht mehr lange gibt es eine augenfällige Vielfalt, die kaum jemand ins Auge fällt. Am Morgen liegt über dem Prenzlauer Berg etwas Italienisches, obwohl es kaum Straßencafés gibt und viele Balkone abgebrochen sind. Andere Ecken erinnern an Frankreich, an Genuß im Schlichten. Dann kommt laut und polternd Amerika, mit seinem „alles ist möglich“.
Diesen Reichtum wollte ich festgehalten wissen, verbunden mit der tragischen Situation der Bewohner, die einfach weitermachen, obwohl innerlich und äußerlich kein Stein mehr auf dem anderen steht. Was können die Prenzlauer Gebirgsleute mehr tun, als morgens ihrer Arbeit nachzugehen oder wenigstens aufzustehen.
Buch und Regie: Matl Findel
Kamera: Christoph Krauß
Schnitt: Dörte Völz
Darsteller/innen: Hans-Eberhard Gäbel, Marie Luise Detring, A. Weckert
Produktion: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin 1991
Festivals und Preise:
Internationales Film Festival Mannheim 1992
Internationales Festival der Filmhochschulen München 1992
Festival Premiers Plans, Angers/Frankreich 1993
Open Ukrainian Film Festival Molodist, Kiew/Ukraine 1993
Da Kino Studentenfestival, Bucharest/Rumänien 1993
Festival Européen du Court Métrage, Grenoble/Frankreich 1994: Bestes Drehbuch
Mediawave, Györ/Ungarn 1994